Wiedererrichtung einer Fachwerkscheune in Griesheim

Architekt ARGE Greulich – Schulze & Ass., Darmstadt
Bauherr Magistrat der Stadt Griesheim
Objekt Wiedererrichtung einer historischen FW-Scheune auf einem Betonkeller im Griesheimer Heimatmuseum
Baukosten 0,5 Mio. Euro
BRIH 1.200 m3
Bauzeit 1997-1998
Bearbeiter Johannes Schlier, Michael Nieländer
Das historische Gebäude wurde als älteste Scheune der Stadt Griesheim bereits vor längerer Zeit abgeschlagen und eingelagert. Das größtenteils gut erhaltene Fachwerk wurde nach Findung einer neuen Nutzungsmöglichkeit in eine Zimmerei transportiert und hier im Sinne der historischen Konstruktion saniert und teilweise ergänzt.

Hierbei wurde vorbildlich auf historische Konstruktionweisen zurückgegriffen. Nach Abschluss der Sanierung wurde die Scheune im Bereich des Griesheimer Heimatmuseums auf einem Stahlbetonkeller wiedererrichtet. Lediglich der Dachstuhl und die Fachwerkfüllungen mussten in enger Anlehnung an die historische Konstruktion komplett erneuert werden. Im neu hinzugekommenen Keller, der an zwei Seiten 2,5 bzw. 3,0 m größer als die Scheune ist, finden Sanitär-, Versorgungsund Werkstatträume Platz. Die Scheune selbst wurde durch Aufkantungen auf der Kellerdecke um 30 cm angehoben, um die Nutzung als Ausstellungsraum zu ermöglichen.

An und in der Scheune wurde durch Stahl und Glas ein klarer Kontrast zwischen 'Alt' und 'Neu' geschaffen. Sie stellt ein gutes Beispiel für ein 'translociertes' Baudenkmal mit angemessener Neunutzung dar.

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Projektblatt (pdf, 1.39MB)
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