Stadtmühle Babenhausen

Umbau und Sanierung

Architekt Best und Rathgeber, Aschaffenburg
Bauherr Stadt Babenhausen
Objekt Umbau Mühlengebäude zu Fremdenverkehrsbüro, Standesamt, Veranstaltungsräumen, Wohnungen, Bistro mit Biergarten, Wasserkraftanlage
Baukosten 2,6 Mio. Euro
BRIH 4.500 m3
Bauzeit 1993-1996
Bearbeiter Johannes Schlier, Marcus Müller, Jürgen Jansen
Das Kulturdenkmal 'Stadtmühle Babenhausen' im Süden, außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer gelegen, ist ein Komplex aus mehreren, im 17. Jahrhundert errichteten Einzelgebäuden. Für die Instandsetzung wurde er in 6 Gebäudeabschnitte (A-F) gegliedert, für die Lösungen im Bereich Holz-, Stahl-, Beton- und Mauerwerksbau gefunden werden mussten. Für die Abschnitte C 'Mühlengebäude' und D 'Nebentrakt' war eine Neugründung erforderlich. Für das 'Mühlengebäude' wurde wegen des Rückbaus der vielfältigen Ein- und Umbauten ein neues Aussteifungskonzept entwickelt. Dazu gehörte auch ein gebäudehoher Stahlrahmen, der gleichzeitig transparenter Glasübergang zum im Gebäude neu errichteten Treppenhaus mit Aufzugsschacht aus Stahlbeton ist. Die Lasten aus Dachkonstruktionen und dem großen Dachhaus, deren vorhandene Holzkonstruktionen weitestgehend erhalten blieben, wurden durch Einbau von Aufsprengungen, Hängewerken und Unterspannung von den vollkommen überlasteten Deckenbalken weggenommen und auf die Außenwände geleitet.

Weitere Einzelheiten:

- Gründungsprobleme der hohen Bruchsteinwand des Mühlengebäudes im Wasserlauf
- Böschungsbefestigung durch Stützwand am Haus F (s.h. Bild rechts unten)
- Abdichtung der Gersprenz gegen Mühlengebäude im Oberwasserlauf und Einlaufbauwerke für die Turbinen
- die Gebäude A, B wurden lediglich konstruktiv instandgesetzt
- Einbau einer neuen Wasserkraftturbine in die ehemaligen Turbinenkammern mit entsprechenden Umbauten im Gebäude E
- das Gebäude F erhält eine neue innere Stahlkonstruktion für Decken und Treppen. Diese wird gleichzeitig zur Aussteifung des Mauerwerkkörpers herangezogen.

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Projektblatt (pdf, 1.07MB)
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